Sie gaben einen Überblick über das Bildungsprojekt: Markus Terodde, Dezernent für Bildung, Jugend und Strukturentwicklung der StädteRegion Aachen (v.l.), Wilhelm Grafen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen sowie Lisa Merkens und Michael Omsels, die das Projekt für die HWK Aachen betreuten.
News vom 07.07.2026»Eifelcampus« als Teil des Bildungs-Aufbruchs
Hier soll ein Bildungszentrum mit Vorbildcharakter weit über die Grenzen der Region entstehen
Worte, Logos und Pläne wiesen den Weg: Gäste aus Politik, Verwaltung und Bildungseinrichtungen der Region haben jetzt deutliche Vorstellungen von der Zukunft der beruflichen Bildung und speziell vom Standort Simmerath. Hier soll ein Bildungs-Zentrum mit Vorbildcharakter weit über die Grenzen der Region entstehen, der berufliche und akademische Bildung bündelt.
Partner des Projektes mit dem Titel »Zukunftscampus Berufliche Bildung« sind die Handwerkskammer Aachen, die Berufskollegs der StädteRegion und die Fachhochschule Aachen. Simmerath ist dabei ein Standort als Campus für berufliche Bildung, der Beiname »Eifelcampus« verdeutlicht die enge Verbindung zwischen dem Ort und seinen Bildungseinrichtungen.
Formal endete das vom Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) und der Europäischen Union geförderte Projekt am 30. Juni 2026 – doch in den Köpfen lebt es weiter und nimmt immer mehr Fahrt auf.
Marco Herwartz, Präsident der Handwerkskammer Aachen, beschrieb das Projekt als »Innovations-Ökosystem mit großartigen Wachstumsperspektiven«, der stellvertretende HWK-Hauptgeschäftsführer Wilhelm Grafen blickte ebenso in die Zukunft: »Es ist für uns kein Abschluss, sondern ein Aufbruch zu vielen kommenden Etappen«.
Hell, grün und voller Begegnungen: Das Aachener Architekturbüro archigraphus stellte Entwürfe für den Standort Simmerath vor.
Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, Marco Herwartz, Prof. Dr. Thomas Ritz, Rektor der Fachhochschule Aachen, und Stefan Pfeifer, Leiter des Referats Berufliche Ausbildung des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), tauschten sich vor den Gästen über die Bildungsperspektiven und die Stärkung des Standortes Simmerath aus.
Studierende der Akademie Gut Rosenberg stellten Wort-Bild-Entwürfe für das Gesamtprojekt vor vor, das Aachener Architekturbüro archigraphus lud ein zur virtuellen Reise über das Campusgelände in der Nordeifel: Viel Licht, viel Grün, viele Begegnungsstätten und eine Verbindung aller Bildungseinrichtungen sind die wichtigsten Elemente, mit denen sich die Bildung in Simmerath künftig präsentieren könnte.
Stefan Pfeifer machte beim Podiumsgespräch deutlich, dass die berufliche Bildung neu aufgestellt werden müsse: »Sie ist vor gut 60 Jahren und damit für eine ganz andere Welt als heute erfunden worden. Sie muss für die heutige Zeit verzahnt werden, um stark zu sein.« Dr. Tim Grüttemeier bescheinigte dem Standort großes Potenzial: »Er kann ein Leuchtturm sein für Sichtbarkeit und Wertschätzung, die die Bildung in der Städteregion genießt.« Das Stichwort griff HWK-Präsident Marco Herwartz gerne auf, um die Verbindung zwischen allen Bildungseinrichtungen und -formen in Simmerath und in der Region zu verdeutlichen: »Ein Leuchtturm strahlt in alle Richtungen.«
Der FH-Rektor Dr. Thomas Ritz wies auf enge Zusammenarbeit zwischen FH und Handwerkskammer Aachen hin und rief dazu auf, den Standort für gemeinsame Bildung mit viel Energie und Selbstbewusstsein auszubauen: »Wenn man eines Tages in Bayern vom ’Simmerather Modell’ spricht, dann haben wir es geschafft!«
Ob die Förderung des Bildungsprojektes in die nächste Phase geht, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Der MAGS-Vertreter Stefan Pfeifer beschrieb die Chancen auf eine Fortsetzung so: Es gebe viele Regionen, die zukunftsfähige Bildung brauchen – doch dank der Förderprogramme im Rahmen des Braunkohleausstieges im Rheinischen Revier gelte: »Wenn es eine Region und einen Zeitpunkt gibt, um den Wandel umzusetzen, dann ist das jetzt und hier.«